Ungerechtfertigte Kritik an Polizeieinsatz in Kalk

Gesellschaft

Susana Dos Santos Herrmann

Nach der Demonstration der rechtsradikalen Gruppierung „Pro Köln“ und verschiedenen Gegenkundgebungen in Kalk, gab es am Wochenende nicht hinnehmbare verbale Entgleisungen. „Äußerungen, die glauben machen, dass die Kölner Polizei 'Faschisten schütze', sind völlig unangebracht und sollten rasch zurückgenommen werden.“ meint die Vorsitzende des Kölner Polizeibeirats Susana dos Santos Herrmann (SPD).

In Begleitung des leitenden Polizeidirektors Udo Behrendes konnte sie sich zusammen mit mehreren Abgeordneten der Grünen und der Linkspartei ein Bild des Polizeieinsatzes in Kalk am 28. Januar 2012 machen. Gemeinsam haben sie die Lage entlang des Demonstrationsweges sowie an verschiedenen Kundgebungsstellen beobachtet.

Unter großem personellen Einsatz und weiträumigen Absperrungen ging ein Demonstrationszug der rechtsradikalen Pro Köln durch die Kalker Hauptstraße. Parallel dazu fanden an drei verschiedenen Orten Gegenkundgebungen statt.

„Gegendemonstranten haben sich über die weiträumigen Absperrungen geärgert. Wer zeigen wollte, dass Kalk bunt ist, musste weite Wege in Kauf nehmen. Davon war ich selber betroffen. berichtet Susana dos Santos Herrmann. Dieser Punkt solle im Polizeibeirat kritisch diskutiert werden.

„Trotzdem habe ich kein Verständnis für diffamierende Äußerungen gegenüber der Kölner Polizei.“ so dos Santos weiter. Es sei zu keinen Verhaftungen oder gar gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. „Das ist eine sehr anzuerkennde Leistung der Beamtinnen und Beamten. Die Polizei hat so agiert, dass keine schwierigen Situationen entstehen konnten.“