Stadtteilspaziergang in Rath/Heumar: Attraktivierung der Rösrather Straße

Verkehr

Das gemeinsame Motto: "Wir wollen die Rösrather Straße vitalisieren"

Bereits zur Kommunalwahl 2014 hatten Bezirksbürgermeister Markus Thiele und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bezirk Kalk, Marco Pagano, ein 5-Punkte-Programm zur Attraktivierung der Rösrather Straße in Rath/Heumar vorgestellt.  Nach ersten Beschlüssen in der Bezirksvertretung Kalk hat die SPD am 04.07.2015 öffentlich zu einem Stadtteilspaziergang geladen.

Gemeinsam mit dem SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Jochen Ott und vielen interessierten Bürgern wurden Ideen zur Umgestaltung der Rösrather Straße gesammelt. Das Ziel: Das Stadtteilzentrum in Rath/Heumar soll vitalisiert und für die Zukunft fit gemacht werden.

Grundlegende Neuregelung des verkehrlichen Miteinanders:

Jochen Ott im diskutiert mit Interessierten die Neugestaltung der Rösrather Straße

Die bauliche Struktur der Rösrather Straße ist sehr schwierig. Der Ortskern ist dicht bebaut. Teilweise sind die Gehwege so schmal, dass Kinderwagen, Rollstühle oder Gehhilfen nicht passieren können.

Es gibt eine hohe Verkehrsdichte, da die Rösrather Straße eine viel befahrene Ost-West-Achse ist. Der LKW-Verkehr hat über die Jahre deutlich zu genommen. Fahrzeuge fahren mit einer hohen Geschwindigkeit.

Die Teilnehmer des Stadtteilspazierganges waren sich einig, dass es einer grundlegenden Neugestaltung bedarf. Viele Möglichkeiten wurden dabei diskutiert, u.a. auch eine Einbahnstraßenregelung, die aber auch negative Auswirkungen hätte.

Die Lösung für die Rösrather Straße – die möglichst allen Interessen der Betroffenen gerecht werden könnte – wäre die Schaffung einer so genannten „Shared Space“-Zone zwischen der Eiler Straße und der Gröppersgasse.

In diesem Bereich würde der Verkehr vollkommen neu geregelt, alle Verkehrsteilnehmer wären gleichberechtigt. Die Durchgangsfahrgeschwindigkeit würde deutlich reduziert. Die Straße würden zum Verweilen einladen und wäre damit zum örtlichen Shoppen noch interessanter.

Ein solches Projekt gibt es bisher nicht in Köln, wurde aber in anderen Großstädten bereits erfolgreich eingeführt. Die Rösrather Straße könnte somit ein Kölner Pilotprojekt sein.

Es war der mehrheitliche Wunsch eine Machbarkeitsstudie für ein solches Projekt nach den Sommerferien anzustoßen. Die SPD wird dies voranbringen und gemeinsam mit der CDU, die ebenfalls am Stadtteilspaziergang teilnahm, umsetzen.

Im Rahmen dieser grundlegenden Prüfung sollen die folgenden Aspekte berücksichtigt werden:

  • Schaffung von Kreisverkehren in den Eingang des „Shared Space“-Bereichs: Eiler Straße und Gröppersgasse

  • Einbeziehung des Platzes vor dem Bürger- und Vereinszentrums bei der Gestaltung der Rösrather Straße berücksichtigen sowie der zentralen Sportplätze an der Rather Burg (z.B. Kunstrasenplatz)

  • Zum Ausbau der Nahversorgung wäre ein Genossenschaftsmodell aus der Bürgerschaft eine interessante Lösung. Als gutes Beispiel kann hier Gremberghoven genannt werden, wo eine solche Variante umgesetzt wurde.

  • Frühzeitig sollten im Rahmen des Kölner Baumaufforstungsplans Bäume für die Rösrather Straße berücksichtigt werden.

  • Der Ausbau der Karl-Schüßler-Straße soll bei einem Umbau der Rösrather mit durchführt werden.

Kurzfristig umzusetzende Maßnahmen zur Attraktivierung der Rösrather Straße:

  • Der generelle Wunsch der Bürger war eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Rösrather Straße (mehrheitlich 30 km/h, teils 20 km/h gefordert)

  • Ein Malwettbewerb mit beiden Rath/Heumarer Grundschulen zur Verschönerung der Stromkästen auf der Rösrather Straße sollte initiiert werden. Ggf. könnten die Stromkästen auch versetzt werden.

  • Das Angebot eines Bücherschranks (siehe Kalker Hauptstraße / Schlechtrimen) sollte geschaffen werden. Die Sparkasse KölnBonn würde die Patenschaft übernehmen.

  • Ausbau des bestehenden Wochenmarktes, z.B. in den Abendstunden, vielleicht sogar einen speziellen Biomarkt (siehe auch den Beschluss der Bezirksvertretung Kalk vom April 2015). Auch ein Kreativmarkt wie in Ehrenfeld wäre eine denkbare Variante. (z.B. drei Mal im Herbst testen)

  • Aufwertung des Grünstreifens an der Rösrather Straße (vor der Kölner Bank) durch Pflanzung von Blumen und Abbau des verrosteten Geländers.

  • Versetzung der Bank vor der Filiale der Kölner Bank (Kunden können am Geldautomaten beobachtet werden) einige Meter weiter im Bereich des Grünstreifens.

  • Bordsteinabsenkung vor der Bäckerei Lauten.

  • Beschilderung des LKW-Fahrverbots auf der Eiler Straße errichten.

  • Ecke Eiler Straße / Rösrather Straße: Auf der Eiler Straße die Haltelinie bis auf Höhe Burger zurückziehen um Linksabbieger (insb. große Fahrzeuge) von der Rösrather Straße auf die Eiler Straße mehr Raum zu geben und gefährliche Situationen zu entschärfen.

  • Mehr Abfallbehälter für die Rösrather Straße.

  • Veranstaltung eines „Tags des guten Lebens“ auf der Rösrather Straße im Herbst 2015 (siehe das Beispiel Ehrenfeld). Die Rösrather Straße soll zwischen der Eiler Straße und der Gröppersgasse gesperrt werden und für die Bürger zur Nutzung zur Verfügung stehen. Wir sind gespannt, was den Rath/Heumarern so einfällt.

  • Es sollen Blumenkübel zur Verschönerung der Rösrather Straße aufgestellt werden: Es soll nach Spendern und Paten für die Pflege gesucht werden. Herr Büttgen (Königslust) stünde bereits für die Pflege eines Kübels bereit.

  • Die Parksituation insgesamt sollte überdacht werden: Zusammenspiel Geschäftstreibende, Anwohner und Kunden (z.B. stundenweises Anwohnerparken) prüfen. Ggf. Neugliederung der Parkplätze inkl. der vorhandenen alten Bushaltespuren.

  • Mehr Verkehrskontrollen der Stadt wegen des Parkens auf den Gehwegen sollen durchgeführt werden.

  • Optimierung der Verkehrssituation auf der Rösrather Straße stadteinwärts. Aktuell kommt es häufig zu gefährlichen Situationen, insb. wegen Parkens auf dem Gehweg.

  • Beseitigung unnötiger Beschilderungen.

  • Empfehlung an die Geschäftsleute die Öffnungszeiten anzupassen.

     

Weitere Anmerkungen aus dem Stadtteilspaziergang:

  • Der Park’n’Ride Parkplatz an der Haltestelle Königsforst muss ausgebaut werden.

  • Eine Sanierung des Lehmbacher Wegs Richtung Friedhof wäre notwendig.

  • Es sollte eine Abgrenzung am Fußweg von de KVB-Haltestelle Röttgensweg zur Matthias-Müller-Straße zur Gleisanlage geschaffen werden.

  • Die Verkehrssituation im Bereich Ortskaule und Burgacker muss verbessert werden.

  • Sanierung der Fuß- und Radwege auf dem Rather Mauspfad.