Pressemeldung der SPD im Stadtbezirk Kalk: Die Solidaritätsbekundungen der Falken für das AZ sind destruktiv für Kalk

Presse

In ihrem jüngst veröffentlichten offenen Brief an Ratsfraktion und Parteivorstand der KölnSPD solidarisieren sich „Die Falken KV Köln“ mit dem so genannten „Autonomen Zentrum“ (AZ) in Köln-Kalk. Dazu erklärt die SPD im Stadtbezirk Kalk:

 

Mit dem Blick auf die angesprochenen Geschichte und Werte der SPD hat sich die SPD im Stadtbezirk Kalk seit geraumer Zeit und schon vor der Errichtung eines „AZ“ für eine Weiterentwicklung des gesamten Kalker Südens ausgesprochen.

Die Fläche der ehemaligen KHD- Kantine sieht die Erweiterung der Kaiserin- Theophanu- Schule (Gymnasium Kalk), welche zwingende Bedarfe an neuem Platzangebot hat, die Einrichtung eines öffentlichen Grünzugs zwischen Neuerburg- und Wiersbergstraße/Christian- Sünner- Straße zur Reduzierung des bestehenden Gründefizits im Stadtteil, welches berechtigterweise von den Anwohnen gewünscht wird sowie die planungsrechtliche Sicherung der bestehenden Produktionsbetriebe und der Jugendeinrichtung (Abenteuerhalle Kalk) vor.

Hier werden eben nicht Grünflächen oder Schule gegen Räume der Jugend ausgespielt, wie in der Mitteilung der „Falken Köln“ beschrieben, sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Die SPD bekennt sich eben genau um zentrale Aspekte ihrer Parteien Geschichte: Bildung und Arbeit. Diese sollen mit den weiteren wichtigen Bereichen Wohnen, Jungendarbeit und Natur nach Wunsch der SPD in Kalk hier realisiert und kombiniert werden.

 

Die SPD in Kalk ist die einzige Partei, die ein klares Programm und einen guten Plan für Kalk Süd hat, stringent verfolgt und offen kommuniziert.

 

Durch ihre Präsenz vor Ort kennt die SPD die Sorgen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtbezirk sehr genau. So belebt die „Kunst an den Wänden“ eben leider nicht nur die Alte Kantine, sondern ist zum Leidwesen der direkten Anwohner mittlerweile vielerorts auch außerhalb der Kantine als Sachbeschädigung in Form von Graffiti zu finden, was zu der anhaltenden und zunehmenden Beschwerdelage der Anwohner und der meisten Nachbarn des „AZ“ beiträgt.

 

Auf Dauer kann das „AZ" nicht in Kalk bleiben, dies war allen Beteiligten von Anfang an klar und wurde seitens der SPD Kalk immer transparent aufgezeigt. Dazu sei an dieser Stelle angemerkt, dass das „AZ“ ursprünglich erst nach einer rechtswidrigen Besetzung geschaffen worden ist.

Die jetzigen Nutzer haben einen Vertrag unterschrieben, in dem ausdrücklich darauf hingewiesen wurde. Verträge werden geschlossen, um eingehalten zu werden.

 

Obwohl die SPD aus Reihen des Autonomen Zentrums öffentlich mehrfach in den rechts-faschistischen Raum gestellt worden ist, und obwohl es jüngst mittlerweile zwei Angriffe mit Farbbeuteln samt anscheinendem „Bekennerschriftzuges“ „AZ bleibt“ und weitere Sachbeschädigung auf Bürgerbüros der SPD gegeben hat, wurde seitens der SPD in Kalk nie die Türe für Gespräche geschlossen. Und dies trotz, dass die SPD Kalk auf eine Distanzierung des Vandalismus seitens des „AZ“ immer noch warten muss.

Sachbeschädigung kann und darf niemals Mittel der politischen Auseinandersetzung sein und ist auch kein Kavaliersdelikt. Hier steht auch die Sicherheit der Mitarbeiter in den Bürgerbüros im Vordergrund.

 

„Die Falken Köln“ könnten ihre Solidarität insofern beweisen, als dass sie dem „AZ“ Platz in ihren Räumlichkeiten anböten. Über ortsfremde und destruktive Solidaritätsbekundungen, vorbei an den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger und wesentlichen Interessen des Stadtteils, muss sich die SPD im Stadtbezirk Kalk jedoch sehr verwundert zeigen.

 

 

Köln-Kalk im Juni 2013