Kalk braucht einen Drogenkonsumraum!

Presse

Marco Pagano

Mit Verwunderung hat der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Kalk, Marco Pagano, die Berichterstattung in der Kölnischen Rundschau vom 22.06.2016 hinsichtlich eines rrh. Drogenkonsumraums in Kalk und die Äußerungen der 1. stellv. Gesundheitsausschussvorsitzenden, Ursula Gärtner, (CDU) zur Kenntnis genommen:

 

„Frau Gärtner entscheidet, ob Kalk einen Drogenkonsumraum braucht? Das ist schon sehr fragwürdig. Es gibt einen eindeutigen Beschluss der Bezirksvertretung Kalk vom 16.06.2016 zur Einrichtung eines dezentralen und kleineren Drogenkonsumraums in Kalk."

 

Marco Pagano stellt in diesem Zusammenhang noch einmal klar, dass die Stadtverwaltung bereits im April 2016 in zwei Verwaltungsvorlagen festgestellt hat, dass es einen dringenden Bedarf für einen Drogenkonsumraum in Kalk - aber auch in Mülheim - gibt. Dies werde vor Ort nicht nur durch die ortsansässigen Drogenberatungsstellen bestätigt, mit denen im Vorfeld des Beschlusses vom 16.06.2016 der Kalker Antrag abgestimmt wurde.

 

"Vielleicht sollte Frau Gärtner mit Ihren Kollegen noch einmal häufiger nach Kalk kommen", so Pagano weiter. "CDU und Grüne haben in der Bezirksvertretung Kalk wenigstens noch die Notwendigkeit eines Drogenkonsumraums erkannt. Diese haben sich dann aber doch lieber zurücklehnen wollen und den Drogenkonsumraum-Tourismus in die Innenstadt fördern, anstatt sich um die Probleme vor Ort zu kümmern." Eine Mehrheit von SPD, Die Linke und FDP hatte daraufhin den Beschluss (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=59008&voselect=15651) zur Schaffung eines Kalker Konsumraums gefasst.

 

"Uns war nach den vorangegangenen Beratungen mit den Fachleuten vor Ort wichtig, keine überdimensionierte Einrichtung zu fordern. Wir wollten einen Akzent auf Dezentralität und eine kleinere Einrichtung setzen. Wir brauchen eine Lösung vor Ort: dort wo die Probleme bestehen. Kein Konsument wird mit der Straßenbahn von Kalk in die Innenstadt fahren, um sich dort einen Schuss zu setzen oder andere Substanzen zu konsumieren. Eher würde sich der Schuss in der Straßenbahn gesetzt. Und das kann keine Lösung sein. Weder für die Konsumenten, noch für die Öffentlichkeit", so Marco Pagano.

 

 

Nach Ansicht von Pagano braucht die Innenstadt dringend eine Lösung für den Neumarkt und die dortige Szene. Kalk brauche aber seine eigene Lösung vor Ort. Vielmehr müsse es die Aufgabe sein, beide Lösungen bedarfsgerecht zu ermöglichen. So erscheint es sinnvoll auch am Neumarkt eine kleinere Lösung anzustreben, um auch in Kalk eine passende Einrichtung zu schaffen sowie beispielsweise auch in Mülheim. "Ich appelliere an die Verantwortung der gewählten Mandatsträger und der Verantwortlichen bei der Kölner Stadtverwaltung", so Marco Pagano. "Zurücklehnen hilft hier Niemandem. Und dafür hat in Kalk auch keiner Verständnis!"